Kontakt


Tanja Hinder
Breitestrasse 13
8458 Dorf ZH

Mobil 079 671 74 33

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Glückliche "Schweine"!

Unsere wilden Vorfahren leben in Südamerika in kleinen Rudeln ca. 5 – 10 Tiere.
Dort ist ihr Umfeld hügelig und mit vielen Büschen und Bäumen und natürlich Unterschlupfmöglichkeiten.
Somit ist eigentlich klar wie die Hausmeerschweinchen auch leben möchten.
Ausser den Farben- und Fellvarianten sind sie nämlich nicht viel anders, als unsere
Ursprungstiere.

Glückliche DAS KURZE „MEERI 1X1“:

  • nicht einzeln halten
  • viel Platz zur Verfügung
  • eine abwechslungsreiche Umgebung
  • einen trockenen Schlafplatz
  • keinen Durchzug
  • geeignetes Futter und täglich Wasser

 

Glückliche DAS VERHALTEN:

Die soziale Ordnung ist sehr differenziert und faszinierend.
Was natürlich in kleinen Käfigen leider gar nie zum Vorschein kommt.
Viel zu oft gelten die Meerschweinchen als das pflegeleichte, bedürfnisarme
Kindertier. Es wird immer noch stur behauptet, ein einzelnes Meerschweinchen würde zutraulicher!! Kein Zweibeiner kann ihnen den Partner ersetzen!
Wer jemals eine kleine Sippe von ca. 8 Tieren gehalten hat, der weiss von was ich
spreche. Ich halte mittlerweile 40 Tiere in einer Freilaufanlage im Stall, bei schönem
Wetter in einem Aussenauslauf. Es ist eine gemischte Gruppe von Frühkastraten
und Weibchn, zwischendurch sogar mal mit trächtigen Tieren. Diese bringen ihre Jungen im Rudel zur Welt und können die Sozialisierung und Integration von der ersten Minute miterleben.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Kastraten die „Vaterrolle“ fürsorglich übernehmen.
Das Durchschnittsalter wird immer wieder auf 3 -5 Jahren erwähnt, ich kann nur
sagen, dass mit der Freilaufhaltung die Tiere wesentlich älter werden. Das Durchschnittsalter meiner Tiere liegt in der Regel zwischen 9 und 12 Jahren!Uebergewichtige Meerschweinchen habe ich sehr selten, es gibt halt
immer wieder Vielfrasse.

Es ist so spannend zu beobachten in welchen Tönen sich Meerschweinchen untereinander verständigen und rührend gegenseitig um den Nachwuchs kümmern.
Wie auch ein Tier leidet, wenn sein Partner weggestorben ist. Hier sieht man deutlich welche Folter „lebenslängliche“ Einzelhaft bedeuten muss.

Glückliche GRUPPENZUSAMMENSETZUNG:
Die klassische Variante:    2 Weibchen
Sie verstehen sich fast immer und man kann auch gut einen kastrierten Bock hinzugeben.

Oder:                                     1 Weibchen und 1 kastrierter Bock

Oder:                                     2 Weibchen und 1 kastriertet Bock

Das sogenannte „Rudelverhalten“ hat man aber erst ab mind. 5 Tieren!

Meine Erfahrung zeigt, für ein ruhiges Rudel lieber nicht allzu viele Kastraten, lieber
die Weibchen in der Ueberzahl. Doch die Ausnahmen bestätigen immer die Regel!

Was garantiert fast immer zu Kämpfen führt sind Böcke, die spät kastriert wurden und evtl. nicht sozialisiert sind, also aus Einzelhaltung etc. das führt zu blutigen Kämpfen und bedeutet auch immer grossen Stress für das ganze Rudel.
Habe es selbst erlebt!

Je abwechslungsreicher das Gehege gestaltet wird, umso mehr kann man sehen wie
diese Tiere eigentlich flink und beweglich sind. Ihr Image träg und plump kommt von
der engen Käfighaltung! Fressnapf hin und zurück……

Es ist so herrlich die Popcornsprünge der jungen zu beobachten und wie ansteckend
es dann auf die älteren Tiere wirkt. Diese Sprünge bekomme ich meistens als „Dankeschön“ nach der wöchentlichen Reinigung.
Die Ideen zur Gestaltung sind unendlich. Im Wald findet man oft abgeschälte Rindenteile von Bäumen, oder mit Tannzweigen lassen sich herrliche Unterschlüpfe
anfertigen. Umgekippte grosse Tontöpfe sind willkommene Abkühlmöglichkeiten für
heisse Sommer. Mit Bachsteinen lassen sich tolle Aussichtstürme bauen, Meerschweinchen klettern nämlich gerne, man muss ihnen nur stabile Möglichkeiten
bieten.Ich habe in meinem Gehege 3 grosse Schlafhäuser eingerichtet und es ist
interessant zu beobachten, welche Gruppierungen diese beziehen aber auch immer
wieder neu zusammengestellt werden!
Als groben Einstreu nehme ich Holzschnitzel gemischt mit Hobelspänen, damit die Meerschweinchen nicht auf dem kalten Beton hausen müssen.
Mit viel Geduld und täglicher Zuwendung bringt man auch ein Rudel handzahm.
Ich beschäftige mich fast täglich mind. 1 Stunde intensiv mit Füttern, mittlerweile fressen mir und sogar meinem 8 jährigen Sohn alle Tiere aus der Hand. Einzelne lassen sich am Kopf kraulen oder sogar über den Rücken streicheln.

Klar kann Meerschweinchen mit „Gewalt“ auf die Schoss nehmen und da sie in der
Regel eine Beisshemmung haben und sich regungslos ergeben, werden sie gerne
als „Kuscheltiere“ betitelt! Schade.

Für Details zur Haltung oder Adressvermittlung seröser Tierzüchter, gebe ich
gerne Auskunft. tanja.hinder@hispeed.ch



 
 
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