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Tanja Hinder
Breitestrasse 13
8458 Dorf ZH

Mobil 079 671 74 33

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Informationen rund um Meerschweinchen

Meerschweinchen

Sie sind die pelzigen Freunde mit den herzigen Knopfaugen und erobern schon lange nicht mehr nur die Herzen der Kinder.
Die verschiedenen Felltypen- und farben sind ohne Grenzen.
Richtig gehalten sind das alles andere als langweilige Tiere, die leider bei öder Käfighaltung nur allzu oft irgendwann in Vergessenheit geraten.

Die wilden Vorfahren leben in Südamerika in kleinen Rudeln ca. 5 – 10 Tiere.
Dort ist ihr Umfeld hügelig und mit vielen Büschen und Bäumen und natürlich Unterschlupf-möglichkeiten. Somit ist eigentlich klar, wie die Hausmeerschweinchen auch leben möchten. Es sind Fluchttiere und müssen blitzschnell vor Feinden in Verstecke flüchten können. Sie sind tagesaktiv.
Gerne übernehmen sie Bauten von anderen Tieren als Unterschlupf.
Ausser den Farben- und Fellvarianten sind sie nämlich nicht viel anders, als unsere Ursprungstiere.

Der Alpha-Bock lebt mit seinem Weiberrudel mit den Jungtieren. Die Jungböcke werden nach der Geschlechtsreife vertrieben. Einige Arten haben komplexe Sozialstrukturen entwickelt.
Meerschweinchen sind Pflanzenfresser, die je nach Art und Lebensraum unterschiedlichste Pflanzenteile zu sich nehmen. Z.B. Früchte, Gräser und Samen.

Wildmeerschweinchen Hausmeerschweinchen

Lebenserwartung:6 bis 8 Jahre Extremfälle bis 15 Jahre

Körpertemperatur:

37,5 – 39 ° Celsius Atemfrequenz: 100 – 130 Züge pro Minute Herzfrequenz: 230 – 380 Schläge pro Minute
Sehvermögen:Meerschweinchen besitzen einen weiten Sichtradius, können dafür Entfernungen schlechter abschätzen. Sie können zwar Farben unterscheiden, diese scheinen aber keine grössere Bedeutung zu besitzen.
Hörvermögen:Meerscheinchen besitzen ein weiteres Hörspektrum als Menschen, besonders, was hohe Töne betrifft. Bei 33.000 Hertz beim Menschen etwa 15.000 – 20.000 Hertz.
Geruchssinn:Meerschweinchen besitzen einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn, welcher jenen des Menschen bei weitem übertrifft. Der Geruchssinn scheint der wichtigste für die Tiere zu sein. Sie nehmen ihre Umwelt/Feinde sehr stark über Gerüche wahr.
Tastsinn:Meerschweinchen verfügen über Schnurrhaare, mit denen sie sich im Dunkeln besser orientieren können.


Hausmeerschweinchen haben einen polyphasischen Aktivitätsrhytmus, d.h. Aktivitäts- und Ruhephasen wechseln sich mehrfach ab. Das gilt nicht nur für den Tag, sondern auch für die Nacht. Rund um die Uhr nehmen Hausmeer-Schweinchen 60 bis 80 kleine Mahlzeiten zu sich. Daher ist es sehr wichtig, dass den Tieren rund um die Uhr zumindest Wasser und Heu zur Verfügung stehen.
Die Hauptaktivitätszeiten haben die Tiere ihren Umweltbedingungen oder Gewohnheiten der Besitzer (Fütterungszeiten) schon längst angepasst.

Haltung:

Die dauerhafte Einzelhaltung ist nicht artgerecht und im Sinne des Tierschutzgesetzes verboten. Hausmeerschweinchen sind Rudeltiere und brauchen mindestens einen artgleichen Partner.
Besser sind natürlich mehr, denn sie leben gerne in Sippen.
Alleingehalten entwickeln sie Verhaltensstörungen, können vor lauter Einsamkeit sogar sterben. Auch länger allein gehaltene Tiere können absolut ohne Schwierigkeiten wieder mit Artgenossen vergesellschaftet werden. Menschen können keinen artgleichen Partner ersetzen, genauso wenig wie ein Kaninchen.
Es wird von vielen Zoofachgeschäften immer wieder so empfohlen. Die Haltung verstösst ebenfalls gegen das Tierschutzgesetz. Der Grund liegt unter anderem auch darin, dass beide Tiere unterschiedliche Kommunikationsmuster besitzen und sich deshalb nicht verständigen können.

Gruppenhaltung:

Meerschweinchen können in gleichgeschlechtlichen Gruppen sowie in Gruppen mit Einem kastrierten Böckchen und mehreren Weibchen gehalten werden. Bei der Haltung mehrer Böckchen in einer Gruppe sollte auf eine gerade Anzahl derer geachtet werden, da ungerade zu häufigeren Beissereien führen können. Reine Weibchengruppen ohne Kastrat enden meistens mit Zickenalarm.
Die Böcke werden ab 250g Gewicht und vor der Ausbildung der vollen Geschlechtsreife kastriert, somit werden sie von Altböcken nicht als Rivalen erkannt und können nun in Gruppen mit Weibchen und einem Bock oder sogar mit einem Zuchtbock vergesellschaftet werden.
Der Vorteil ist auch, dass solche Jungkastraten gleich nach der Operation wieder zur Mutter gesetzt werden können. Somit besteht keine Gefahr vom Nachdecken, im Gegensatz zur Spätkastration. Diese Böcke können bis zu 6 Wochen zeugungsfähig sein. Die Tierärzte müssen speziell angefragt werden. Nicht alle bieten die Frühkastration an!

Aussen-Innenhaltung

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten von artgerechten Lösungen.
Die Aussenhaltung ist sicher die anspruchsvollere, da man bereit sein muss, auch
bei Wind und Regen und Schnee, die gleiche Pflege und Betreuung zu bieten.
Die Tiere brauchen eine geschützte und isolierte Hütte, wo sie sich zugfrei und trocken aufhalten können.
Für die Aussenhaltung ist eine grössere Gruppe sinnvoll, denn nur zwei Tiere
können sich unmöglich warm geben.
Ebenfalls sollte der Auslauf genügend gross und gut strukturiert sein, nur so kommen die Tiere aus ihren Verstecken und können so auch ihre Körper-temperatur aufrecht erhalten.
Meerschweinchen haben nicht gerne nasse Böden, somit ist eine Abdeckung
sinnvoll.
Das Gehege muss entweder auf Steinplatten stehen oder untergittert werden,
nur so sind sie geschützt vor Mardern und Füchsen.
Nicht zu vergessen sind bei offenen Anlagen die Gefahr von Greifvögel. Auch Katzen können die Tiere erheblich verletzen oder sogar töten.
Hier muss man mit Netzen abdecken oder einer Stromumrandung.
Aber auch für Innenhaltung gibt es zahlreiche Möglichkeiten von selbst-gebastelten Vivarien, die dann auch viel mehr Freiraum in der Gestaltung
bieten.
Richtig gehalten jedenfalls, sind das sehr interessante Tiere mit den unterschiedlichsten Charakteren. Es sind aber keine Kuscheltiere für Kinder,
und die Schreckenstarre wird oft damit interpretiert, das Tier geniesse die
Streicheleinheiten.
Mit etwas Geduld und viel Zuwendung und feinen Leckereien, werden die
Tiere, vor allem eben in grösseren Gruppen, sehr zutraulich und viele tolerieren sogar ein Streicheln und bleiben sitzen.



Wir sind happy!



 
 
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